One Night in Hamburg

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins Ob du'n Mädel hast oder ob kein's Amüsierst du dich

One Night in Hamburg

Am Abend ging es dann auf die Reeperbahn. Ich hatte eine Führung mit dem Titel „Hamburg: Sex und Kriminalität in St. Pauli Tour für 18+ Jahre“ gebucht. Treffpunkt war um 21:00 Uhr in der Nähe der U-Bahn-Station St. Pauli.

Ich war etwas früher dort und entschied mich, den Hamburger Dom zu besuchen. Es ist das größte Volksfest im Norden.

Der Rummel befindet sich auf dem Heiligengeistfeld, direkt neben dem Millerntorstadion und dem Hochbunker. Es gibt eine sehr große Auswahl an Fahrgeschäften und natürlich auch Stände mit Gastronomie. Für den Hangover-Tower oder eine Achterbahn - Fahrt war heute keine Zeit.

Der Rundgang dauerte eine ganze Weile, erst jetzt wurde mir die Größe des Geländes bewusst.

Um 21:00 Uhr war ich pünktlich am Treffpunkt. In meiner Gruppe waren viele Wochenendbesucher, die zum Beispiel in Hamburg ein Musical besucht haben.

Meropi war unser Tourguide und hat uns mit vielen interessanten Geschichten und Anekdoten unterhalten. Die Tour begann bei den tanzenden Türmen.

Der Architekt Hadi Teherani zeigt mit diesem Zwillingshochhaus ein Tango tanzendes Paar. Ich hatte Schwierigkeiten, das zu erkennen. Gleich daneben befindet sich unterirdisch der Mojo Club, in den etwa 800 Leute reinpassen.

Ansonsten gibt es auf der Reeperbahn unzählige Bars, Stripclubs und Sexshops. Wir haben vor dem größten Sexshop Europas Stop gemacht... der Boutique Bizarre. Ich habe mir gemerkt, dass man dort einen Hengstkopf, Hengstfüße und einen Schweif kaufen kann. Für Frauen, die mal einen richtigen Hengst im Bett haben wollen ;-) Alles sehr bizarr. Da passt der Name schon ganz gut. Ich war dort nicht shoppen.

Als nächstes ging es zur Davidwache. In der berühmtesten Polizeiwache Deutschlands arbeiten über 100 Polizistinnen und Polizisten. Das ist schon sehr viel für dieses kleine Areal auf der Reeperbahn. Ich kann mir vorstellen, dass es genug zu tun gibt.

Anschließend haben die männlichen Teilnehmer der Gruppe noch die Herbert - Straße besucht. Sie ist ca. 60m lang und hat auf beiden Seiten einen Sichtschutz. Das ist eine Tabu - Zone für Frauen. Hier habe ich keine Fotos gemacht. Wurde auch von unserem Guide gefragt, was ich denn wohl denken würde, was hier Blow - Job und GV kostet. Immer diese direkten Fragen. Ich weis nur, was das Parken am Hauptbahnhof in Hamburg kostet.

Wir haben uns auch die Ritze angeschaut. Das ist vermutlich die bekannteste Kultkneipe auf der Reeperbahn. Ganz früher war es nur ein Herren WC neben einem Strip Lokal und wurde dann zur Kneipe umgebaut. Erst sollte die Kneipe „Zur Spalte“ heißen. Der Name wurde nicht genehmigt, aber „Zur Ritze“ wurde akzeptiert.

Berühmt ist der Eingang mit den gespreizten Beinen einer Frau. Ich habe hier mal ein Foto von eine Tür vom Hinterhof gemacht. Vor der Haupteingang waren immer ständig Leute.

Danach ging es in den Boxkeller. Der wurde vom ursprünglichen Besitzer Hannes Kleine einberichtet, der Mittelschwergewichtsboxer war. Unten haben einige Boxer trainiert. Wir sollten nicht stören. Ansonsten hätte ich in den Ring steigen müssen.

Zum Abschluss sind wir noch zum Beatles-Platz und in die Straße Große Freiheit. Auch hier gibt es viele Lokale.

Alles sehr bunt und hektisch. Ich war im Shooters und in der Kiez Alm. Irgendwann ist mir eingefallen, dass ich morgen eine 42km Wanderung vor mir habe. Also schnell zurück in meine Unterkunft und noch ein paar Stunden schlafen.