Mammutmarsch Hamburg

Heute Morgen bin ich vor 7 Uhr aus der Unterkunft ausgecheckt und habe in der Schanzenbäckerei am Hauptbahnhof gefrühstückt. Ich hatte eine große Herausforderung vor mir... mein zweiter Mammutmarsch über 42 km. Vor 8 Uhr war ich im Startbereich bei der Rugby-Arena im Stadtpark.

Für meine Startgruppe 10 ging es um 9 Uhr los. Hier ein kleines Video, um einen besseren Eindruck zu bekommen.

Vor dem Start der Wanderung lernte ich Celina kennen. Sie wurde mein Wander - Buddy für diese Strecke. Es ist nicht immer so, dass man Freunde und Bekannte überzeugen kann, solche Strapazen auf sich zu nehmen. Und dann ist man froh, wenn man einen Wander - Buddy hat, mit dem man die Strecke gemeinsam gehen kann. Ich bin nicht der Typ, der andere Leute anspricht und fragt, willst du mit mir 42 km gehen. Von daher ist es gut, dass solche Situationen Menschen automatisch zusammenführen. Auch andere Gruppen haben sich bei der Wanderung gefunden.

Zu den äußeren Bedingungen. Es war wirklich tolles Wanderwetter. So viel Sonnenschein hatte ich nicht erwartet. Auch die Menschen in Hamburg sind sehr aufgeschlossen. Immer wieder wurde man gefragt, was macht ihr, wo lauft ihr lang, …

Wir sind vom Stadtpark über den Leinpfad an der Alster entlang gewandert. Ich wusste gar nicht, wie schön dieser Teil Hamburgs ist.

Alster

Man konnte hier Wasservögel sehen, aber auch Ruderer und Jogger waren auf der Strecke unterwegs.

Alster

Dann ging es an die Außenalster.

Außenalster

Entlang der 42 km langen Strecke gab es vier Verpflegungsstellen. Dort gab es Getränke, Obst, Snacks, Süßigkeiten und auch mal Hotdogs oder Fischbrötchen. Die einzelnen Verpflegungsstellen lagen in der Regel 10 km auseinander. Die Frauen hatten es mit den Toiletten etwas schwieriger, hier haben sich oft lange Warteschlangen gebildet. Für Männer gab es zusätzlich mobile Urinale.

Entlang der Binnenalster ging es durch die Hamburger Innenstadt, vorbei am Rathaus.

Binnenalster
Binnenalster

Das nächste Highlight war die Speicherstadt und die Elphi habe ich auch wiedergesehen.

Speicherstadt

Weiter ging es entlang der Landungsbrücken durch den Hamburger Hafen, wo ich am Vortag schon war. In der Nähe des Fischmarktes war die nächste Verpflegungsstelle.

Danach ging es über Treppen hoch zum Altonaer Balkon. Von dort aus konnte ich ein AIDA-Schiff sehen.

Blick auf AIDA

Irgendwann war ich an der Elbe bei Övelgönne. Dort liegt am Strand ein Findling. Das Naturdenkmal wird auch liebevoll „Alter Schwede“ genannt. Auch eine superschöne Ecke von Hamburg.

Alter Schwede

Eigentlich der perfekte Ort, um sich an den Strand zu legen und bei Sonnenschein die Schiffe auf der Elbe zu beobachten. Doch bis zum Ziel waren es noch ein paar Kilometer. Lange Erholungspausen und Foto - Stops gab es heute nicht.

Hier ging es durch den Jenischpark, einen der schönsten Landschaftsgärten in Hamburg. Direkt vorbei am Jenisch - Haus, der ehemalige Landsitz des Hamburger Senator Martin Johan Jenisch.

Park

Die letzten Kilometer wurden immer anstrengender. Man merkt dann doch in den Füßen, dass man eigentlich den ganzen Tag gelaufen ist. Und wie groß ist eigentlich dieser Stadtpark am Ende der Strecke in Hamburg ? Für das Planetarium fehlte dann die Kraft für ein Foto. Hier war ich doch irgendwann mal bei einer langen Museumsnacht.
Hier noch ein Blick in meine Motivationsbox. Ich hatte 4 x Kinderriegel dabei, alle 10 km durfte ich einen essen. Und für den Notfall hatte ich Ibudolor akut 400 mg Tabletten dabei, die nicht gebraucht wurden.

Motivationsbox

Im Ziel bin ich um 19 Uhr mit Wanderbuddy Celina angekommen. Als Belohnung gab es dann eine Medaille, Stempel ins Trophäenbuch und ein Freigetränk. Und so sieht man nach 42 km aus.

Danach hatte ich eine lange Rückfahrt vor mir. Dank Red Bull bin ich um 22 Uhr gesund und munter zu Hause angekommen. Trinke jetzt immer in solchen Fällen Red Bull Spring Edition - Waldmeister / Pink Grapefruit.

Am nächsten Tag denkt man, lass mich in Ruhe mit diesem Mammutmarsch, zwei Tage später denkt man, wann mache ich den nächsten?

Es beeindruckt mich immer wieder, wie Menschen zu Leistungen fähig sind, die man ihnen nicht zutraut. Die meisten Teilnehmer sind keine Spitzensportler, aber sie haben an diesem Tag Außergewöhnliches geleistet. Das ist vermutlich die Magie von Mammutmarsch, das man immer weiter macht.

Wer bis hierhin gelesen hat … wann kommst Du mit ? 🦣

Meine Lana bewacht jetzt zwei Medaillen. Nächste Mal kommt sie dann auch wieder mit.

Lana