Mallorca Tag 4: Colònia de Sant Jordi – Kunst, Salz und ein Vulkan auf dem Teller

Mallorca Tag 4: Colònia de Sant Jordi – Kunst, Salz und ein Vulkan auf dem Teller
Das Drachentor

Für heute war auf Mallorca jede Menge Regen angesagt. Fast die ganze Insel lag auf der Wetterkarte unter dicken Wolken – nur ein kleiner Fleck im Süden sollte trocken bleiben. Die Entscheidung war also schnell gefallen: Ab nach Colònia de Sant Jordi.

Colònia de Sant Jordi – vom Salz- und Fischerort zum Ferienziel

Colònia de Sant Jordi liegt im Südosten Mallorcas auf einer kleinen Halbinsel und gehört zur Gemeinde Ses Salines. Der Name der Gemeinde verrät schon, worum sich hier lange alles drehte: Salz. Die Salinen rund um den Ort zählen zu den ältesten im Mittelmeerraum, schon in der Antike wurde hier Salz gewonnen. Auf dem vorgelagerten Inselchen Na Guardis haben Archäologen sogar Spuren der Phönizier gefunden.

Der heutige Ort ist dagegen relativ jung. Erst im 19. Jahrhundert ließen sich Fischerfamilien dauerhaft am Naturhafen nieder, und lange war Colònia de Sant Jordi ein beschauliches Dorf mit wenigen Häusern. Ab den 1960er-Jahren kam der Tourismus – allerdings deutlich zurückhaltender als an vielen anderen Ecken der Insel. Der kleine Hafen ist bis heute das Herz des Ortes.

Bekannt ist Colònia de Sant Jordi vor allem für zwei Dinge: die Nähe zu Traumstränden wie Es Trenc und als Ausgangspunkt für Bootsfahrten in den Nationalpark Cabrera, einen Archipel rund zehn Kilometer vor der Küste.

Man kann von hier übrigens auch zu Fuß zum Traumstrand Es Trenc wandern.

Adventure Lab: Kunstwerke in Colònia de Sant Jordi

Unser Programm für den Vormittag war ein Adventure Lab mit dem passenden Namen „Kunstwerke in Colònia de Sant Jordi“. Wie der Titel verspricht, führt es zu verschiedenen Kunstwerken im Ort. Die fünf Stationen:

  1. Petersfisch
  2. Dorade und Wolfsbarsch
  3. Kunst im Hotel (Iberostar)
  4. Far de la Sal
  5. Das Drachentor

Schön an diesem Lab: Man läuft nicht einfach von Punkt zu Punkt, sondern schaut sich Ecken des Ortes an, an denen man sonst vermutlich vorbeigegangen wäre. Die Fische als Motiv passen natürlich perfekt zu einem Ort, der aus einem Fischerdorf entstanden ist.

Fische

Das Kunstwerk Far de la Sal soll vermutlich an Förderbänder zur Salzproduktion erinnern.

Far de la Sal

Abstecher zu den Salinen

Nach dem Lab haben wir uns noch das Salinenfeld angeschaut. Wenn man die flachen Becken sieht, versteht man sofort, warum die ganze Gemeinde nach ihnen benannt ist. Die Salinen sind übrigens nicht nur Kulturgeschichte, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für Vögel – auch Zugvögel legen hier eine Rast ein.

Salinen

Ein Vulkan auf dem Teller: Surikata Burger

Zum Essen ging es ins Restaurant Surikata Burger an der Platja d'es Port. Ich habe mich für den Volcano Burger entschieden – und das war eine gute Wahl.

Auf dem Burger stand eine kleine Form, gefüllt mit Sauce. Hebt man die Form an, läuft die Sauce am Burger herunter wie Lava an einem Vulkanhang. Eine einfache, aber richtig schöne Idee – und lecker war der Burger obendrein.

Vulcano - Burger

Küstenwanderung: Es Port – Es Dolç – Can Curt

Gut gestärkt ging es zum Abschluss noch auf eine Küstenwanderung. Start war an der Platja d'es Port, von dort ging es weiter zur Platja d'es Dolç und schließlich zur Platja de Can Curt. Der Weg führt immer am Wasser entlang – genau der Teil des Ortes, der seinen eigentlichen Reiz ausmacht.

Küstenwanderung

Neben Bademöglichkeiten gibt es auch Gebäude, wo vermutliche Boote gelagert sind.

Schuppen

Fazit

Die Wetterwette ist aufgegangen: Während der Rest der Insel nass wurde, hatten wir in Colònia de Sant Jordi einen abwechslungsreichen Tag mit Kunst, Salz, einem Vulkan-Burger und Meerblick. Der Ort ist kein historisches Schmuckstück, aber entspannt, überschaubar und gerade abseits der Hochsaison sehr angenehm.