Mallorca, Tag 1: Von Ahnsen auf den heiligen Berg

Anreisetag Mallorca

Mallorca, Tag 1: Von Ahnsen auf den heiligen Berg
Santuari de Cura

Heute beginnt mein Kurztrip nach Mallorca. Diesmal bin ich nicht allein unterwegs – Andreas ist mit dabei

Nachtfahrt nach Paderborn

Um 1:45 Uhr aufgestanden und kaum Schlaf gehabt. Um 3:15 Uhr erreichten wir den Flughafen Paderborn/Lippstadt und stellten das Auto auf Parkplatz 6 ab.

Flughafen Paderborn

Der große Vorteil von Paderborn: Er ist klein. Keine Kilometermärsche durch Terminals, keine Shuttlezüge, keine Gate-Wanderungen. Das ist das komplette Gegenteil vom Flughafen Düsseldorf, wo ich vor ein paar Wochen gewesen bin.

EW 6809: Pünktlicher Start

Abflug war planmäßig um 5:15 Uhr.

Eurowings

Eurowings hatte offenbar Rückenwind bestellt: Statt um 7:35 Uhr setzten wir bereits um 7:15 Uhr in Palma de Mallorca auf – 20 Minuten früher als geplant. Und es gab keine Probleme mit meinem Koffer.

Koffer ist da

Danach ging es zu Europcar und zur Übernahme des Mietwagens. Es gab ein Automatikfahrzeug: Peugeot 208 Hybrid

Um 8:50 Uhr standen wir am **Occidental Playa de Palma**, unserem Hotel für die nächsten Tage. Ich kann auch in einfachen Unterkünften überleben.

Hotel

Dass Hotelzimmer um kurz vor neun Uhr morgens noch nicht bezugsfertig sind, war keine Überraschung – die Zimmer gibt es erst am Nachmittag. Also: Gepäck abgeben, frühstücken, kurze Hosen anziehen, und dann nicht etwa ins Bett, sondern in die Berge.

Puig de Randa: Drei Klöster, ein Berg

Um 10:30 Uhr ging es los Richtung Randa, ein kleines Dorf in der Inselmitte, das zur Gemeinde Algaida gehört. Über dem Ort erhebt sich der Puig de Randa, mit rund 543 Metern die höchste Erhebung der Inselmitte.

Puig de Randa

Auf diesem Tafelberg liegen gleich drei Heiligtümer übereinander: ganz unten das Santuari de Gràcia, in der Mitte die Ermita de Sant Honorat und ganz oben das Santuari de Cura.

Und so sieht das aus, wenn ich dort Filmaufnahmen mache.

Bernd macht Videos

Ermita de Sant Honorat

Auf halber Höhe zweigt von der Bergstraße MA-5018 ein Weg zur Ermita de Sant Honorat ab.

Ermita de Sant Honorat

Die Geschichte beginnt mit einem ziemlich konsequenten Aussteiger: Der Ritter Arnau Desbrull lebte rund 30 Jahre als Einsiedler auf dem Berg und erhielt 1394 vom Bischof von Mallorca die Erlaubnis, hier eine Kapelle zu Ehren des heiligen Honoratus zu errichten. Die heutige Kirche stammt von 1670, das dazugehörige Kloster wurde 1890 von den Missionaren der Heiligen Herzen gegründet.

Hier gab es einen sehr interessanten Mystery Cache zu lösen, wo man bestimmte Bilder in der Kapelle analysieren musste.

Bild in der Kapelle

Santuari de Cura

Ganz oben thront das Santuari de Nostra Senyora de Cura, das größte der drei Heiligtümer und nach Lluc der zweitwichtigste Wallfahrtsort Mallorcas. Untrennbar damit verbunden ist Ramon Llull (1232–1316), Mallorcas berühmtester Philosoph, Theologe und Mystiker.

Santuari de Cura

Heute betreuen Franziskaner die Anlage. Im ehemaligen Grammatiksaal gibt es ein kleines Ramon-Llull-Museum, dazu ein Restaurant und sogar Gästezimmer. Das eigentliche Highlight ist aber der Blick: Von hier oben sieht man bei gutem Wetter über weite Teile der Insel bis zum Meer.

Geocaching

Natürlich waren wir nicht nur zur inneren Einkehr auf dem Berg. Der Puig de Randa hat auch eine überschaubare, aber feine Cache-Auswahl – und die hatte ich vorher sauber in die Tagesplanung eingebaut.

Besonders **Casa secreta** hat seinen Namen verdient: Man steht an einer Stelle, von der man nicht so recht weiß, wer hier einmal gewohnt oder gearbeitet hat – und genau das macht den Reiz aus.

Casa secreta

**Antenna Forest** dagegen ist das Gegenteil von geheimnisvoll: Man folgt einfach dem Wald aus Sendemasten und wird mit einem hervorragenden Blick belohnt.

Antennen auf dem Randa