Haus Rüschhaus
Abendlicher Spaziergang in Münster
Ich bin diese Woche für zwei Tage aus beruflichen Gründen in Münster. Mein Hotel Hürländer liegt in der Nähe des Rüschhauses. Heute Abend hatte ich noch etwas Zeit, um den Adventure Cache „1000 Schritte von meinem Kanapee“ zu lösen.
Das historische Anwesen mit Barockgarten kenne ich bereits von vorherigen Besuchen in Münster.
Worum geht es?
Haus Rüschhaus ist ein Anwesen spätbarocker Architektur im Münsteraner Stadtteil Nienberge. Gebaut wurde es zwischen 1745 und 1749 vom westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun – als seinen eigenen Landsitz. Das Besondere: Schlaun vereinte hier bäuerliche und herrschaftliche Architektur unter einem Dach. Von der Hofseite wirkt es wie ein solides westfälisches Bauernhaus, zur Gartenseite hin dann doch eher Herrenhaus.

1825 kaufte die Familie Droste-Hülshoff das Anwesen. Ein Jahr später zog Annette zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Jenny ein. Rund 20 Jahre lang lebte sie hier – und schrieb in dieser Zeit einige ihrer bekanntesten Werke, darunter die Novelle „Die Judenbuche". Ihr kleines Arbeitszimmer auf der Zwischenetage, das sogenannte Schneckenhäuschen, ist bis heute mit ihren Originalmöbeln ausgestattet.
Viele dieser Informationen sind übrigens auch Gegenstand von dem Adventure Cache.
Den Garten kann man kostenlos und jederzeit besuchen.

Er wurde nach historischen Plänen Schlauns wieder als Barockgarten angelegt: zwölf Gartenfelder, eingerahmt von Buchsbaumhecken, vier Skulpturen, die die Jahreszeiten symbolisieren, und eine steinerne Sonnenuhr.
